9. Internationale offene Deutsche Meisterschaft der Klasse F3K 2008
9th international German Championship class F3K 2008
GERMAN OPEN 2008
Geschichte, Wissenswertes und die Zukunft
Als 1979 das erste HLG Modell, ein Zweiachser in Rippenbauweise während der F3B WM in Amay (Belgien) von Dave Thornburg (USA) vorgeführt wurde, dachte wohl keiner ernsthaft darüber nach welchen Weg diese Art des Modellsegelfliegen einmal einschlagen würde.
In Europa wurde das Thema HLG Ende der achtziger Jahre wieder aufgegriffen. Erste Wettbewerbe folgten und 1993 fand man mit AUFWIND Unterstützung und eine Sponsor für eine erste „internationale“ Wettbewerbstour mit Stationen in Deutschland und Österreich. Die Resonanz unter den Teilnehmern ließ hoffen und bald gesellten sich Piloten aus der Schweiz, Tschechien und Kroatien dazu. Es begann zu wachsen.
Mit der Wettbewerbssaison 1997 schaffte es die F3K Wettbewerbsszene in die CONTEST Eurotouren aufgenommen zu werden. Von nun an ging es steil bergauf. Die Zahl der Teilnehmer und Wettbewerbe steigt seitdem ständig an.
Wurden in den ersten Jahren zu 100% zweiachsgesteuerte Modelle mit der Speerwurftechnik gestartet, revolutionierte ein Besuch von einigen deutschen und österreichischen Piloten beim IHGLF 1999 in Poway bei San Diego (USA) die F3K Technik. Ein Pilot aus Seattle, Dick Barker, schleuderte seine Modelle am Randbogen mit einer Kreisbeschleunigung in den Himmel und erreichte passable Höhen, die die anwesenden Europäer staunen ließen. Wieder zuhause wurden in den folgenden Monaten viele materialraubende Versuche unternommen und das Gesehene in die Praxis umgesetzt.Die bisherigen Modelle waren von heute auf morgen nicht mehr zu verwenden. Der Siegeszug der Mehrachser ließ sich nicht mehr aufhalten. Man kann also das 1999er IHGLF durchaus als Geburtsstunde der SAL Technik und des modernen F3K Modells sehen und Dick Barker sicherlich als einen der Initiatoren.
Das Interesse der Modellsportöffentlichkeit nahm stetig zu und auch die Luftsportverbände wurden aufmerksam. So wurde F3K im Jahr 2000 als offizielle Wettbewerbsklasse in den Deutschen Aeroclub aufgenommen. Der Weg für Deutsche Meisterschaften war somit frei. Der Entschluss diese Meisterschaften als offene, internationale Deutsche Meisterschaften auszutragen, sorgte für den nächsten großen Schritt vorwärts. Die ersten Meisterschaften 2000 in München waren ein voller Erfolg, Der Zuspruch und das Interesse aus vielen europäischen Ländern bestätigte das Konzept dieser Wettbewerbsklasse.
Mit den 9. internationalen Deutschen Meisterschaften 2008 F3K in München werden diese Meisterschaften bereits zum dritten Mal beim MC München durchgeführt.
Die folgenden Jahre brachten enorme Zuwächse an Teilnehmern, teilnehmenden Nationen und der Wunsch nach einer offiziellen FAI Klasse wurde weltweit immer lauter.

Abb. 1 : Teilnehmerzahlen und Veranstaltungsorte der GERMAN OPEN F3K seit 2000

Abb. 3: Entwicklung der teilnehmenden Nationen an den GERMAN OPEN F3K seit 2000
Zur CIAM Sitzung 2007 wurde das bestehende F3K Regelwerk, das größtenteils noch auf den Anforderungen der „Speerwurftechnik“ basierte, überarbeitet und der Antrag an die FAI gestellt, dieses zu übernehmen und F3K als offizielle FAI Klasse anzuerkennen.
Dass dies einstimmig gelang ist als großer Erfolg zu werten. An dieser Stelle ein herzliches Danke an alle, die daran mitgearbeitet und geholfen haben.
Somit sollte der Weg für FAI Weltmeisterschaften der Klasse F3K zukünftig frei sein. Die Suche nach einem Veranstalter hat begonnen. Bewerber gibt es bereits!
Alexander Wunschheim


